Der Morbus Dupuytren ist eine Erkrankung der Palmaraponeurose, einer weichen Struktur an der Handinnenfläche, die sich direkt unter der Haut und dem Unterhautgewebe der Hand erstreckt. Beim Morbus Dupuytren bilden sich Verdickungen, Knötchen und Stränge in der Aponeurose, verursacht durch übermäßiges Wachstum von Zellen des Fibroblastentyps. Fibroblasten, die natürlicherweise in der Aponeurose vorkommen, bilden Kollagen Typ III. Bei übermäßiger Kollagenproduktion kommt es zu lokalen Verdickungen der Palmaraponeurose. Die Ursachen für diese Fibroblastenaktivität, die den Morbus Dupuytren auslöst, sind unbekannt. Begünstigende Faktoren sind: schlechte Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen sowie wiederholte Verletzungen und Überlastungen des Weichgewebes der Hand im Zusammenhang mit der ausgeübten Arbeit. Der Morbus Dupuytren betrifft häufiger Männer und entwickelt sich selten vor dem 40. Lebensjahr.
Symptome, Diagnose des Morbus Dupuytren
Die Erkrankung ist progressiv. Im Anfangsstadium treten kleine Knötchen und Verdickungen unter der Haut an den Handflächen auf. Diese Veränderungen sind nicht schmerzhaft, weshalb die meisten Patienten sie ignorieren. Im Verlauf der Erkrankung wird in der Hand Kollagen produziert, das sich zu einem verhärteten Strang formen kann, der von der Handfläche zu einem der Finger verläuft. Nach einiger Zeit kann es zu einer dauerhaften Kontraktur kommen, der Patient kann den Finger nicht mehr strecken. Mit fortschreitender Erkrankung wird die Beugung des Fingers immer stärker, was die Fingerbewegungen erschwert.
Der Morbus Dupuytren ist mit einer Kontraktur der Palmaraponeurose verbunden. Wenn er im Bereich der Längsfasern der Aponeurose auftritt, führt er zu einer Beugekontraktur, meist des kleinen Fingers und des Ringfingers. Wenn er jedoch in der Querlage der Aponeurose auftritt, erscheinen Hauteinziehungen, Knötchen und Verdickungen im gesamten Bereich der Hand und der Finger. Es kann zu übermäßigem Schwitzen der Hände kommen. Die Diagnose basiert auf einer klinischen Untersuchung und einem einfachen Tischtest, bei dem die Hand flach auf einer Tischplatte abgelegt wird. In einigen untypischen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung hilfreich sein.
Behandlungsmethoden des Morbus Dupuytren
Die Behandlung des Morbus Dupuytren zielt darauf ab, die entstandenen Kontrakturen zu beseitigen, die freie Streckbarkeit der Finger wiederherzustellen und damit die normale Funktion der Hand wiederherzustellen. In orthopädischen Kliniken, wie dem Carolina Hospital, wird die Entscheidung über die Behandlungsmethode in Absprache mit dem Patienten getroffen, dem der vorliegende Defekt stört und das normale Funktionieren erschwert.
Nicht-invasive Behandlungsmethoden wie Physiotherapie oder Stoßwellentherapie haben in der Regel eine geringe Wirksamkeit. Chirurgische Eingriffe ermöglichen in den meisten Fällen eine vollständige Heilung. In den frühen Stadien der Erkrankung kann ambulant eine Nadelfasziotomie durchgeführt werden, die das Trennen der Stränge des verdickten Gewebes unter der Haut ermöglicht. Wenn die Kontraktur trotz vorheriger Behandlung wiederkehrt, wird eine Dermofasziotomie empfohlen. Dies ist ein Eingriff, bei dem neben der Entfernung des verdickten Gewebes auch ein Hautlappen entfernt und ein aus der Hand oder Leiste entnommenes Hautsegment transplantiert wird.
In Fällen fortgeschrittenen Morbus Dupuytren, bei denen andere Behandlungsmethoden versagen, wird eine offene Operation durchgeführt. Dieser invasivere Eingriff beinhaltet die Entfernung der verdickten Stränge der Palmaraponeurose und gegebenenfalls auch die Entfernung von Narbengewebe. Nach der Operation ist eine Rehabilitation erforderlich, die physiotherapeutische Übungen umfasst, um die volle Beweglichkeit der Hand und der Finger wiederherzustellen. Ebenso wichtig ist die Prävention, die das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen oder übermäßigem Alkoholkonsum beinhaltet. Regelmäßige Kontrollen und Konsultationen mit dem Arzt werden empfohlen, um den Zustand der Hände zu überwachen und eventuellen Rückfällen der Krankheit vorzubeugen. Das Carolina Hospital, das moderne Technologien und die Erfahrung von Spezialisten nutzt, bietet eine umfassende Betreuung in jeder Phase der Behandlung des Morbus Dupuytren.